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Vortrag als Highlight für Ihre Veranstaltung Zur Person
Oliver Heuler wurde zusammen mit Bernhard Langer im Jahr 2001 von den Mitgliedern der PGA zum Professional des Jahres gewählt. Langer gewann die Wahl in der Kategorie Spieler, Heuler in der Kategorie Lehrer. Außerdem war er viele Jahre Landes- und Nationaltrainer und hat ein viel beachtetes Buch zum Thema Golfpsychologie geschrieben. Er leitet seit 8 Jahren eine der größten Golfschulen in Deutschland mit 20 Lehrern, ist Autor des Didaktik-Handbuches des deutschen Golflehrerverbandes und Mitverfasser des neuen Ausbildungshandbuchs für Golflehrer der PGA of Germany. Das Golfjournal schreibt in der Ausgabe 07/08: „Es gibt wahrscheinlich weltweit niemanden, der mehr vom Golfschwung versteht.“ Zum Vortrag Das Leiden des Golfers ist die Chance des Menschen Gibt es Dinge, die der Golfsport lehrt und die sich in Unternehmen nutzen lassen? Klassische Schlagworte, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden, lauten: Demut, strategisches Spiel, Selbsteinschätzung, mentale Stärke, usw.
So lassen sich viele Klischees ableiten, aber sie treffen selten den Kern. Das Besondere beim Golf steckt in einem anderen Aspekt: Golf gehört zu den koordinativ anspruchvollsten Sportarten überhaupt, vergleichbar mit Turmspringen oder Stabhochsprung. Zudem spielt die Physis eine größere Rolle als jeder Anfänger oder Nicht-Golfer vermutet
Im Gegensatz zum Stabhochspringen fangen aber viele 50-Jährige mit dem Golfen an. Und so spielen viele Menschen Golf, die weder das nötige koordinative Talent mitbringen noch die notwendige Fitness. Frustration ist so programmiert. Nun könnte man vermuten, dass niemand eine Sportart, die ihn grenzenlos überfordert, lange ausübt. Weit gefehlt.
Denn auch hier hat Golf etwas Besonderes: Glück spielt eine Rolle. Hin und wieder bekommt jeder seinen Schläger genau richtig an den Ball — und sei es nur aus purem Zufall. Jetzt denkt der Glückliche: »Ich kann es ja eigentlich doch«. Und er hält wieder 50 Schläge durch. Dieser Wechsel zwischen Lust und Frust treibt ihn jedoch schier in die Verzweiflung. Hinzu kommt, dass er alleine viel besser spielt als mit anderen oder wenn es im Turnier darauf ankommt. Die Ursachen seines Leidens müssen also mental sein, denkt er. Und jetzt öffnet sich die große Chance: die Chance, sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Golf und der Weg zur Selbstwahrnehmung Wann würde sich ein 50-jähriger Manager weit jenseits seiner Midlife-Crisis sonst mit so viel Ausdauer auf einen Selbsterfahrungstrip begeben, Tai-Chi lernen, das Meditieren beginnen oder zumindest einen Selbstfindungs-Töpferkurs in der Toskana buchen? Mit genügend Ausdauer kann der frustrierte Golfer irgendwann erkennen, dass er als Golfer nicht so toll ist, wie seine gelegentlichen Glücksschläge ihn vermuten lassen. Er kann außerdem erkennen, dass er deshalb im Spiel mit anderen so viel Druck verspürt, weil die Eitelkeit von ihm Besitz ergriffen hat. Er versucht Anerkennung und Bewunderung zu erhaschen, indem er mit guten Ergebnissen glänzt. Gute Leistungen erzeugen jedoch nur selten Bewunderung und schon gar nicht die ersehnte Bindung zwischenmenschlicher Art, sondern bei uns in Deutschland erzeugen gute Leistungen eher Neid.
Wer diese Einsichten gewonnen hat, fällt nicht mehr auf eine oberflächliche Mittel-zum-Zweck-Psychologie herein, nach dem Motto: Wie nutze ich die Psychologie, um besser zu werden? Über Tschaka-Schreien, Kohlenlaufen und positives Denken kommt man so nicht hinaus. Wer ergebnisoffen aus reiner Lust an der Sache nach psychologischen Einsichten strebt, der erreicht sicher mehr Tiefe.
Ausweg aus dem Zuckerbrot-Dilemma Beim Golf erkennt man als Trainer irgendwann, dass man mit psychologischen Tricks bei seinen Schülern mehr kaputt macht als Gutes tut. Wer zum Beispiel unmotivierte Kinder, die von ihren Eltern beim Jugendtraining abgeliefert wurden mit Wettbewerben und Preisen zu motivieren sucht, der wird nicht nur bei den Unmotivierten wenig Freude sähen, sondern auch die Motivierten mit Ergebnisorientierung verderben. Selbst strategisch eingesetztes Lob kann schon zum Problem werden. Wer ständig lobt, produziert Menschen, die handeln, um gelobt zu werden. Auch Otto Rehhagel wusste: »Geld schießt keine Tore«.
Aber was soll man dann mit den Unmotivierten machen? Auch mit Unmotivierten kann man sprechen. Jeder Mensch hat Bedürfnisse. Wahrscheinlich werden diese Menschen nur nicht entsprechend ihrer Bedürfnisse eingesetzt. Wenn man als Chef eine Haltung verinnerlicht, in der man jedem unterstellt, dass er alles aus einem gesunden Bedürfnis heraus tut, dann kann man Konflikte schneller lösen. Unternehmen vergeuden unendlich viel Geld durch die Grabenkriege der Mitarbeiter untereinander, aber auch zwischen Führung und Mitarbeitern. Auch die Ausrichtung auf die viel zitierte Kundenorientierung funktioniert nicht, wenn die Mitarbeiter nicht glücklich sind. Bessere Zusammenarbeit entsteht jedoch nicht mit »Wir-sitzen-alle-in-einem-Boot-Appellen« oder mit schönen Incentive-Ausflügen. Kooperation und Vertrauen entsteht nur in einer Kultur der Empathie. Und hier sticht es dem Manager oft in der Brust. Empathie? Er ist ja kein Therapeut. Das kam in seinem BWL- oder Jurastudium außerdem nicht vor.
Oliver Heulers Vortrag schafft Bewusstsein, eröffnet Wege aus diesem Dilemma und zeigt, wie die Umsetzung im Management in der Praxis aussehen kann. - Impulsvortrag: ca. 60 Minuten
- Anschließende Diskussion möglich
- Ergänzende Workshops oder Präsentation im Rahmen einer Messe möglich (auf spezifische Anfrage)
- Gage: auf Anfrage
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